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9. Sangerhäuser Tagung zur (vor)geschichtlichen
in Questenberg (6.10.) und Sangerhausen (7.-8.10.). Verständliche Fachvorträge; Fotowettbewerb "Die Tierkreissternbilder"; Teleskopen-Treffen (6. u. 8.10.); Ausstellung: Mineralien u. Meteorite, Foto-Ausstellung, Bücherstände; Bildungsreise in den Nordharz (7.10.); Veranstalter, Auskünfte u. Anmeldung: Kvhs Mansfeld-Südharz:
E-Mail: service@vhs-sgh.de Telefon: 0 34 64-57 24 07.
Ausführliche Hinweise zur Tagung:
Donnerstag, den 6. Oktober 2011, Questenberg - "Zur Queste"
17 Uhr: Tierkreissternbilder in der Mythologie
Himmlische Erscheinungen, die als komplexe Vorgänge im Zusammenhang stehen und uns als Hintergrund des Sonnenlaufes über ein Jahr begegnen, werden anschaulich und unterhaltsam in allgemein verständlicher Form dargeboten. Sie erfahren, wie unser Kosmos entstanden ist, was es mit den Sternbildern auf sich hat und wie sie unsere Vorfahren zu bildhaften Geschichten angeregt haben und noch heute eine unterhaltsame Wirkung unter uns verströmen können.
Das scheinbar wahllose Durcheinander am Himmel wird durchschaubarer, wenn wir es in geordneter Schönheit zu erfassen vermögen sowie die Erde als Teil davon begreifen, den es als Lebensgrundlage für uns zu erhalten gilt.
Jürgen Sander, Sangerhausen
Donnerstag, den 6. Oktober 2011, Questenberg - "Zur Queste"
18 Uhr: Questenbaum und Tierkreis
Fest verwurzelt ist das Questenfest in Questenberg im Landkreis Mansfeld-Südharz. Es wird alljährlich zu Pfingsten nach altertümlichen Bräuchen begangen und gilt für manche als Fest aus uralter Zeit. Aktenkundig wird es seit rund 500 Jahren gefeiert. Aber reichen seine Wurzeln tatsächlich bis in die Bronzezeit hinein?
Ralf Koneckis, Dortmund
Donnerstag, den 6. Oktober 2011, Questenberg - "Zur Queste"
18.30 Uhr: Irminsul
Rätselhaft bleibt die "sächsische" Irminsul auch 1100 Jahre nach ihrer erstmaligen Erwähnung in fränkischen Quellen. Über die astronomischen Schalensteine der Sonnenbeobachtung und über "Mondhörner" gelangt der Autor zu seiner eigenen Auslegung der Irminsul.
Walter Knaus, Rammersmatt, Frankreich
Donnerstag, den 6. Oktober 2011, Questenberg - "Zur Queste"
20.30 Uhr: Foto-Reise durch die Milchstraße
Aus meinem reichen Fotoschatz zeige ich die schönsten Milchstraßen-Bilder. Anschließend wandern wir zur Queste mit nachgetöpferten Steinzeitlampen zur gemeinsamen Teleskopen-Stern-Beobachtung in der stockfinsteren Nacht des Südharzes.
Peter Stolzen, Remscheid
Freitag, den 7. Oktober 2011, Aula der Berufs-Bildenden-Schulen, Sangerhausen
9-16 Uhr: Das vorgeschichtliche Blankenburger System Bildungsreise Kreisvolkshochschule Mansfeld-Südharz e. V.:
Anmeldung: E-Mail: service@vhs-sgh.de Tel.: 0 34 64-57 24 07:
Walter Diesing beschreibt in seinem Buch "Der Himmel auf Erden" zwölf Kultstätten in der Umgebung von Blankenburg am Harz, die möglicherweise auf ein geodätisches Vermessungssystem aus vorgeschichtlicher Zeit hinweisen. So steht der berühmte Menhir von Benzingerode in Verbindung mit der Heimburg und dem Aufgang der Mittwintersonne.
Christine Linger, Hamburg und Kai Uwe Uebner, Werningerode
Freitag, den 7. Oktober 2011, Aula der Berufs-Bildenden-Schulen, Sangerhausen, Friedrich-Engels-Straße 22, mit Ausstellung: Mineralien und Meteorite, Foto- und Bücherstände
19 Uhr: Die Macht des Mondes
Die Einwirkung der "Macht des Mondes" auf den Menschen wird unterschiedlich wahrgenommen und kontrovers in der Wissenschaft diskutiert.
Jasmin Hackmann, Enningerloh
Freitag, den 7. Oktober 2011, Aula der Berufs-Bildenden-Schulen, Sangerhausen,
20 Uhr: "Die Geburt zu Bethlehem"
In Vergessenheit geratene astronomische Bezüge bei der Darstellung "Der Geburt zu Bethlehem" in der Kirche Agios Nikoloas entdeckte der Referent bei einer Reise nach Zypern. Das griechisch-orthodoxe Werk der Geburt Jesu zeigte Parallelen zu antiken griechisch-römischen Heilsmythen und kleidete das Heilsgeschehen in astronomische Schemata mit Hilfe uralter Symbole, die bis heute - meist unverstanden - fortwirken.
Hans Pröpper, Korschenbroich
Sonnabend, den 8. Oktober 2011, Aula der Berufs-Bildenden-Schulen, Sangerhausen, Friedrich-Engels-Straße 22, mit Ausstellung: Mineralien und Meteorite, Foto- und Bücherstände
10 Uhr: Präsentation Fotowettbewerb: Preisverleihung: Die Tierkreissternbilder
Jürgen Reitter, Sangerhausen
anschließend: Die Sonnenfinsternis vom 4. Januar 2011 in Westfalen
Peter Stolzen, Remscheid
Sonnabend, den 8. Oktober 2011, Aula der Berufs-Bildenden-Schulen, Sangerhausen
11 Uhr: Vorgeschichtliche Venusbeobachtung im Muldetal
Auf einer alten Flurkarte war die Lage des geheimnisvollen "Raubschlosses" noch vermerkt. Alle 100 Jahre taucht es der Sage nach auf. Erst dann kann die verwunschene Tochter des Schlossherrn erlöst werden.
Manfred Backes, Wolfen
Sonnabend, den 8. Oktober 2011, Aula der Berufs-Bildenden-Schulen, Sangerhausen
12 Uhr: Sternbildersagen aus Thüringen und angrenzenden Ländern
Der Anblick des Himmels in einer mondlosen, sternklaren Nacht hat seit Jahrtausenden die Menschheit bewegt. Der Schatz der Sternbildersagen aus Thüringen wird vorgestellt und den Wurzeln, die bis in die Vorgeschichte reichen, nachgespürt.
Michael Köhler, Jena (Buchautor; Buchvorstellung)
Sonnabend, den 8. Oktober 2011, Aula der Berufs-Bildenden-Schulen, Sangerhausen
16 Uhr: Kosmische Schlangen
Weltbewegend sind die kosmischen Schlangen in den Mythen und Märchen vieler Völker. Oft stehen sie am Anfang der Schöpfung.
Christian Amling, Quedlingburg (Buchautor)
Sonnabend, den 8. Oktober 2011, Aula der Berufs-Bildenden-Schulen, Sangerhausen
17 Uhr: Die älteste Sternwarte der Welt
Fußend auf Befunde des Deutschen Ausgräbers Klaus Schmidt werden für die rätselhaften T-Pfeiler der "Ersten Tempel der Menschheit" im oberen Zweistromland astronomisch begründete Lösungen angeboten. Aber sind diese Anlagen wirklich die ältesten Sternwarten der Welt ?
Ralf Koneckis, Dortmund (Buchautor)
Sonnabend, den 8. Oktober 2011, Rüsselpub
19 Uhr: Teleskopen-Treffen
Hinweise zur Meteoriten-Ausstellung:
Stefen König aus Hattingen wird am Sonnabend, den 8. Oktober 2011 ganztägig in der Aula der Berufs-Bildenden-Schulen, Sangerhausen, Friedrich-Engels-Straße 22, seine große Meteoritensammlung ausstellen und einige Stücke zum Verkauf anbieten. Vorgesehen ist, daß Herr König auch am Vortage ganztägig im Rosarium ausstellen kann (Bitte auf Hinweise in der örtlichen Presse achten).
Das Wort "Meteorit" kommt aus dem griechischen "Meteoros", dt. "in die Höhe gehoben". Wenn solche Himmelskörper, die in der Regel aus unserem Sonnensystem stammen, im Bereich zwischen Mars und Jupiter bzw. aus dem Asteroidengürtel, in die Nähe der Erde gelangen und eine bestimmte Größe haben, können sie mit einer Lichtsspur die Erdatmosphäre durchqueren und bis zur Erdoberfläche gelangen. Sie bestehen aus Metall (Fe, Ni), Gestein oder Mischungen (Pallasit).
Von den antiken Kulturen wurden sie ehrfurchtsvoll als Sendboten der Götter betrachtet und genossen oft religiöse Verehrung. Analysen von Werkzeugen und Waffen aus dem Jahre 3.000 v. Chr. ergaben die typische Zusammensetzung (Legierung aus Eisen und Nickel) von Meteor-Eisen. Auch Halsbänder und Perlen der ersten ägyptischen Dynastie (3.200 v. CVhr.) aus Gizeh waren aus Meteor-Eisen hergestellt. Viele Meteoriteneinfälle wurden von griechischen und römischen Schriftstellern wie Diogenes, Plinius und Plutarch erwähnt: Kreta 1478 und 1168 v. Chr, Beotia 1210 v. Chr., Berg Alba 652 v. Chr., Thrazien 470 v. Chr., Agos Patomos 465 v. Chr. Auch der Stein, der als "Elagabale" bei den Phöniziern, als "Cybele" durch die Phyrgier und als "Jupiter Amou" durch die Libyer verehrt wurde, war ein Meteorit. Er war schwarz und hatte die Form einer Pyramide. Es gibt antike mittelmeerische und mesopotamische Münzen, deren Prägung einen Karren mit diesem Meteoriten zeigt. Viele sind der Ansicht, daß der Stein der Kaaba in Mekka ein Meteorit sei. Es ist zu bemerken, daß dieser Stein schon vor den Mohamedanern verehrt wurde. Nach der Sage wurde er vom Erzengel Gabriel zur Erde getragen und Abraham übergeben. Auch die Inder verehrten solche Steine. In China wird ein Meteorit 644 bzw. 687 v. Chr. erwähnt. Der älteste bekannte, noch existierende Meteorit wird in Japan aufbewahrt. Er fiel am 19. Mai des Jahres 861 auf das Dach des Shuito-Tempels von Sugar Jeiga, Nogata. Die Menschen des Altertums ahnten bereits, daß Meteorite außerirdischer Herkunft waren und glaubten, sie kämen aus dem Bereich der Götter. In West-Europa hingegen kannte man wegen des kirchlichen Einflusses bis ca. 1800 die außerirdische Herkunft der Meteorite nicht an. Der Wendepunkt ergab sich erst mit dem Steinschauer (Meteorite) von L'Aige, Frankreich, im Jahre 1803 und den Berichten darüber (aus: Kleine Meteoritenkunde
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